Head

Graphene 360 Speed MP lite

3.44 3.44 Sterne Testbericht
von Stefanie Hannmann Stefanie Hannmann

Einleitung

Als Spielerin, die von klein auf von jedem Trainer zu hören bekommt "Nimm Tempo raus und bring mehr Kontrolle rein" ist es für mich wichtig, dass ein Schläger meine Ball-Kontrolle unterstützt ohne mein Tempo zu vernachlässigen. Mein Spielstil ist der einer offensiven Grundlinien Spielerin, die einen guten Aufschlag hat und gerne ein zwei Schritte ins Feld rückt, um von dort mit der Vorhand einen Winner zu schlagen.

Schläger der letzten Jahre: In der Jugend habe ich den Head Prestige 600 gespielt, und ihn auch in den nächsten zehn Jahren benutzt, da ich fast gar nicht gespielt habe. Seit 2010 bin ich nun wieder viel am Spielen und auch in Mannschaften aktiv. Wiederangefangen habe ich mit dem Head Flexpoint Radical und bin nach kurzer Zeit zum Head Youtek Prestige S gewechselt. Seit etwa zwei Jahren spiele ich nun mit dem Head Graphene Touch Speed S mit etwas zusätzlichen Blei im Schlägerkopf.

In der letzten Woche hatte ich die Gelegenheit den Head Speed MPLite sowohl im Training, als auch in Einzel- und Doppeltrainingsmatches zu testen.

Optischer Eindruck

Optischer Eindruck

Der Head Speed Mp Lite besticht durch sein schlichtes schwarz-weißes Design mit einigen grünen Highlights /Schriftzügen, die ihm einen frischen Eindruck verleihen.

4

Im Spiel

Grundschläge

Direkt von Beginn an fällt auf, das der Head Speed Mp Lite zu meinem jetzigen Schläger (Head Graphene Touch Speed S) sehr ähnlich ist, jedoch insgesamt leichter ist. Obwohl ich öfter das Gefühl hatte die Bälle segeln ins Aus, blieben diese im Feld. Dies führe ich darauf zurück, dass das offene Saitenbild den Spin sehr gut annimmt.

4

Volleys

Am Netz ist der Schläger aufgrund des leichten Gewichts sehr gut manövrierbar, allerdings mangelt es mir etwas an Kontrolle.

3

Aufschlag

Hier merkt man die fehlende Masse besonders. Zwar nimmt er den Kick gut an, aber meine Aufschläge kommen nur sehr langsam und es fehlt an der Power.

2

Return

 Bei Return komme ich mit dem Head Speed MP Lite sehr gut zurecht. Man ist selten zu spät am Ball und kann auch mit einem kurzen Schwung die Bälle lang returnieren.

4

Detailbewertung

Komfort

Im und nach dem Spiel hatte ich keinerlei Probleme im Arm. Aufgrund des leichten Gewichts hat man das Gefühl ewig spielen zu können.

5

Kontrolle

Obwohl sich der Schläger gut in der Hand anfühlt, fehlt mir persönlich ein wenig die Rückmeldung zu meinen Schlägen. Wie bereits unter dem Punkt "Grundschläge" erwähnt hatte ich häufig das Gefühl, dass Bälle im Aus landen, auch wenn dies nicht der Fall war

2

Spin

Auch ohne den ganz extremen "Scheibenwischer" gibt der Schläger den Bällen ordentlich Topspin mit auf den Weg

4

Power

 Sofern man den Ball sauber im Sweetspot trifft entwickelt sich eine gute Power. Trifft man nicht genau fallen sie Schläge kürzer aus.

3

Vorteile/Nachteile zu anderen Rackets

Eindeutiger Pluspunkt des Head Speed MP Lite ist der Komfort und die gute Spin-Annahme. Leider geht dies etwas zu Lasten der Power und Kontrolle.

Fazit

Der Head Speed Mp Lite ist ein guter Schläger für Spieler mit Armproblemen und/oder recht kurzen Schwung. Auch Anfänger und Fortgeschrittenen Spieler werden sicher Ihren Spaß mit dem Schläger haben. Für Turnierspieler jedoch ist er ein wenig zu leicht.

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